Forum Urheberrecht
Vom 23. bis 24. April 2012 fand unter dem Titel "Wem gehört mein Werk? - Im Spannungsbogen von Urheberrecht, Dienstrecht und Partikularinteressen" die bereits 2. Jahrestagung des Forum Urheberrecht statt. An der Medizinischen Universität Graz informierten sich über 80 TeilnehmerInnen über aktuelle Belange in Sachen Urheberrecht inklusive seiner Auswirkungen auf das hochschulrechtliche Dienstverhältnis, über die Rolle der Verwertungsgesellschaften und Hochschulbibliotheken sowie über die Unterschiede zwischen Zitat und Plagiat. Als hochkarätige ReferentInnen konnten Günter Tiefenbacher (Wirtschaftsuniversität Wien), Gerhard Ruiss (IG AutorInnen), Elisabeth Staudegger (Universität Graz), Günter Schönberger (Verwertungsgesellschaft für Bildende Kunst, Fotografie und Choreografie), Ulrike Kortschak (Medizinische Universität Graz), Nicole Föger (Österreichische Agentur für wissenschaftliche Integrität) und Franz-Leo Popp (Literar Mechana) gewonnen werden.
Der zweite Tag der Tagung stand ganz im Zeichen der ersten Version eines Handlungskatalogs für urheberrechtlich relevante Verwertungshandlungen in Studium, Lehre und Forschung. Der Katalog soll Klarheit über das Regelwerk des Urheberrechts schaffen und den Hochschulleitungen, den AutorInnen und den BibliothekarInnen österreichischer Hochschulen sowie auch den Studierenden als Leitfaden für den rechtssicheren Umgang mit eigenen und fremden Werken dienen. In drei Workshops wurden ausgewählte Fallbeispiele zu Verwertungshandlungen an Bild und Grafik, an Werken der Literatur sowie an Tonwerken und Laufbildwerken präsentiert und mit den TeilnehmerInnen ausführlich diskutiert.
Das Forum Urheberrecht wird vom „Forum neue Medien Austria“ (fnm-austria) als einzige landesweite und hochschulübergreifende Interessenvertretung für den tertiären Bildungssektor getragen und finanziert. Damit steht den Mitgliedern des fnm-austria auch in den Bereichen „Lehre & Recht“ und „Forschung & Recht“ eine hochaktive Interessenvertretung zur Verfügung. Neben den Mitgliedshochschulen als Institutionen vertritt das fnm-austria in diesem Bereich auch 40.000 bis 60.000 wissenschaftliche AutorInnen.
Ein Team von ExpertInnen hat seit 2011 an Formulierungsvorschlägen für die kommende Novelle des Urheberrechtsgesetzes gearbeitet. Diese Formulierungsvorschläge wurden 2012 dem Bundesministerium für Justiz und dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung übergeben.
Den Formulierungsvorschlag finden Sie hier als PDF-Datei.