Modellfall Universität Klagenfurt

Universität Klagenfurt

Ausgangslage für die Universität

Die Universitäten sind gefordert E-Portfolios in ihre tägliche Praxis zu integrieren. Das erfordert nicht nur ein gemeinsames und gesamtinstitutionelles Verständnis der Thematik, sondern auch klare und wirtschaftlich tragbare Businessprozesse, welche die Umsetzung unterstützen. Die „unsichtbare“ Integration von E-Portfolio Aktivitäten in den täglichen Workflow von Studierenden und Lehrenden ist eine besondere Herausforderung, ebenso wie der Aufbau einer wirtschaftlichen und nachhaltig finanzier- und nutzbaren Servicearchitektur.

Ausgangslage für Studierende

Fachkenntnisse allein reichen längst nicht mehr aus, um eine stabile Erwerbskarriere zu begründen. Die Bewältigung beruflicher Anforderungen erfordert demgegenüber ein breites Spektrum an fachlichen, methodischen, sozialen und persönlichkeitsbezogenen Kompetenzen. Zudem lösen sich traditionelle Berufsbilder immer mehr auf und die Jobdynamik nimmt zu. Dies führt u.a. zu einer wachsenden Entkopplung von Studienqualifikationen auf der einen Seite und den akademischen Erwerbstätigkeiten auf der anderen Seite. Ein solcherart dynamisiertes Umfeld erfordert von den einzelnen eine umfassende und ständig aktualisierte Darstellung ihrer Kompetenzen. Im Rahmen sogenannter Kompetenzportfolios werden dabei nicht nur in formellen Aus- und Weiterbildungsprozessen angeeignete Fähigkeiten und Kenntnisse erfasst, sondern insbesondere auch Kompetenzen, die im Zuge berufspraktischer und außerberuflicher Tätigkeiten erworben wurden.

Im Jobservice der Universität Klagenfurt wird am Thema Kompetenzportfolios in drei unterschiedlichen Settings mit jeweils spezifischer Schwerpunktsetzung gearbeitet:

1.) Lehrveranstaltungen zum Thema „Reflexion der Studienwahl und berufliche Perspektiven“ für Bakkelaureatsstudierende im Rahmen der Studieneingangsphase.

Zielgruppe: Studienanfänger/innen
Zielsetzung: Erarbeitung von Kompetenzportfolios als Instrument für die Studien und Karriereplanung
Schwerpunkte: Reflexion der Studienentscheidung; Entscheidungsunterstützung durch Modelle; Erarbeitung beruflicher Perspektiven und Maßnahmenpläne für die Kompetenzentwicklung.

2.) Lehrveranstaltungen zum Thema „Reflexion der Praxis“ für Studierende Publizistik im zweiten Studienabschnitt (zweigliedriges System)

Zielgruppe: Studierende knapp vor Studienabschluss
Zielsetzung: Erarbeitung von Kompetenzportfolios als Instrument für die Vorbereitung auf den Berufseinstieg
Schwerpunkte:Theorie – Praxis Vergleiche; Erarbeitung von Karriereplänen

3.) Workshops zum Thema „Kompetenzprofile“ für („Jung“)Akademiker/innen bis max. zwei Jahre nach dem Studienabschluss

Zielgruppe: Absolvent/inn/en
Zielsetzung: Erabeitung von Kompetenzportfolios zur Unterstützung bei Kompetenzmanagement und Bewerbungen
Schwerpunkte: Kombination von Selbst- und Fremdeinschätzungen durch Einbeziehung von Assessment Center Methoden; umfangreiche Feedbackprozesse

Im Projekt zu setzende Schritte zur Weiterentwicklung:
Auswertung bisheriger Erfahrungen und systematischer Vergleich der unterschiedlichen Einsatzbereiche und darauf Bezug nehmenden methodischen Ansätze.
Klärung der erforderlichen Anpassungen für eine Überführung in e-Portfolios
Klärung der technischen Voraussetzungen (Teilnehmerkompetenz)
Erarbeitung von Strategien zur quantitativen Ausweitung

Ergebnisse für fnm-austria
Dokumentierte Modellfälle für unterschiedliche Zielgruppen und entsprechend variierter Methodik
Zahlreiche methodische Eigenentwicklungen
Erweitertes Portfoliomodell durch die Kombination von Selbst- und Fremdeinschätzung durch vielfach erprobte Assessment Center Methoden
Konzept für die innerorganisatorische Verankerung und Umsetzung auf breiter Basis
Konzept und Erprobung der Einbindung in eine bestehende e-Portfolio Plattform

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