eLearning und Karriere

eLearning und Karriere

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Arbeitspaket im Rahmen des Strategieprojekts

Inter- und intra-institutionelle Austauschstrategien:

Qualifizierungsstrategien für Personal und Content

 

KURZFASSUNG

 

ProjektpartnerInnen

Das Projekt wurde vom bm:bwk im Rahmen der „Strategie-Ausschreibung“ gefördert. Als unmittelbare Projektpartnerinnen wirkten die Universitäten, Graz, Klagenfurt, Linz und Wien; die Wirtschaftsuniversität Wien, die Donau-Universität Krems und die Fachhochschulen MCI, Kufstein und St. Pölten mit.

Im Rahmen des Arbeitspaketes 3 wirkten nachfolgend angeführte Universitäten und Fachhochschulen mit, durch deren intensive Unterstützung ein unfangreiches Bild zum Thema „eLearning und Karriere“ am österreichischen tertiären Bildungssektor gezeichnet werden konnte: Universität Innsbruck, Technische Universität Graz, Fachhochschule Wiener Neustadt, Universität für Bodenkultur, Universität Salzburg, Medizinische Universität Graz, Fachhochschule Technikum Wien

 

Projekthintergrund

Erarbeitung von Rahmenbedingungen zur Förderung mediengestützter Lehre, die über den Wirkungskreis einzelner Bildungsinstitutionen hinausgehen. Das Projekt gliederte sich in fünf inhaltliche Arbeitspakete:

  • Qualitätssicherung für mediengestützte Lehr- und Lernarrangements
  • Österreichisches eLearning Rechtsportal
  • eLearning und Karriere
  • Nachhaltige Entwicklung von e-Learning Content
  • Prozesse der Strategie-Bildung

 

eLearning und Karriere

Hintergrund dieses Arbeitspakets war, dass durch mediengestützte Lehre der Prozess der Lehrentwicklung zusehends an Elementen gewinnt, die bisher dem wissenschaftlichen Publikationsprozess vorbehalten waren. Es sollte daher in interinstitutioneller Zusammenarbeit festgestellt werden, unter welchen Bedingungen bestimmten, eTeaching unterstützenden Aktivitäten Relevanz für die Laufbahn-Entwicklung der jeweiligen Hochschullehrenden zukommen sollte.

Dazu wurde im Sommer 2006 über die Vizerektorate für Lehre bzw. Geschäftsführungen der Fachhochschulen ein institutionsinterner elektronischer Diskussionsprozess angestoßen, dessen in WIKIs niedergeschlagenen Ergebnisse von den Projektnehmern erhoben und zu einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst wurden. Diese beziehen sich auf

·        Qualifizierung von Lehrmaterialien und Lehrmethodiken,

·        Anreizsysteme,

·        Rahmenbedingungen.

 

Qualifizierungsstrategien von Lehrmaterialien und Lehrmethodiken

Festzuhalten ist, dass Laufbahnwirksamkeit nur dann gegeben sein kann, wenn der qualitativ hoch stehende und innovative Gehalt der Lehrleistung intersubjektiv nachprüfbar und begut­achtbar ist. Die damit verbundene „Förderung“ eines wissenschaftlichen Fachs ist allerdings nicht auf die Produktion klassischen eLearning-Contents beschränkt, sondern kann auch entsprechend nachvollziehbar gemachte Lehrmethodiken umfassen.

Daher schlägt die Arbeitsgruppe ein breites Band von Beurteilungsinstrumenten vor. Dieses reicht von studentischer Lehrveranstaltungs-Evaluation bis hin zu situationsspezifischen Peer-Reviews oder die an einigen Institutionen bereits sehr erfolgreich eingeführte regelmäßige Prämierung herausragender Lehrveranstaltungen.

Auf Content-Ebene ist die Bereitstellung von Inhalten für Dritte ein wichtiges Qualifizierungsinstrument. Damit ist sowohl Publizität, als auch Zitierfähigkeit gegeben; beides Faktoren, die sich indirekt positiv auf Qualität auswirken. Wartbarkeit durch Dritte fällt ebenfalls in diese Kategorie. Zu bedenken ist allerdings, dass dieser Mechanismus nur greifen kann, wenn die Verwertungsrechte zwischen Produzenten und Bildungsinstitution geklärt sind.

 

Anreizsysteme

Aufgrund der differenzierten dienstrechtlichen Stellung unterschiedlicher Hochschul-Lehrender lässt sich kein einheitliches Muster generell wirksamer Anreize vorschlagen. Zu beachten ist, dass der Rahmen für monetäre Anreize aus vielen Gründen sehr eng ist, während ideelle Anreize hinter vielen wissenschaftlichen Leistungen wirkungsvolle Antriebskraft sind und waren. Die so erworbene Anerkennung hängt freilich von Sichtbarkeit ab, weshalb der Publizität guter Lehre auch aus Sicht der Anreizsysteme besondere Bedeutung zukommt.

Als weiterer Motivator ist gewonnene Flexibilität zu nennen. Lehrende werden teilweise aus dem fixen Rhythmus des wöchentlichen Hörsaal-Auftritts entlassen, Institutionen können ggf. von Präsenz-. auf verteilte eLearning Lehrveranstaltungen ausweichen. Allerdings sehen wir hier dienst- und vertragsrechtliche sowie studienrechtliche Grenzen, deren partielle Sinnhaftigkeit zu überprüfen wäre.

Schließlich sind organisationsinterne Anerkennungen über die Verleihung von Preisen, interne Projektförderung und die Verfügbarkeit von Hilfspersonal ebenso zu nennen, wie die Verfügbarkeit von Service-Centern und Support-Einrichtungen. (Hier sind auch Plattformen für Erfahrungsaustausch wichtig!).

Für die Organisation, wie für die Betroffenen sind auch Langfrist-Aspekte, wie etwa die Sicherstellung, dass entwickeltes Material mittel- und langfristig gewartet werden kann, oder dass für Personen, die künftig Wartung betreiben werden, Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten geboten werden, wichtige Parameter.

 

Randbedingungen

Hier ist zu sehen, dass sowohl die einzelnen Lehrenden, die Institutionen, in denen sie lehren, aber auch mit dem Bildungssystem befasste Gremien aufgerufen sind, Randbedingungen zu schaffen, die eine Bewertung ermöglichen, welche dem Stellenwert qualitativ hoch stehender, moderner Lehre gerecht wird. Schlagwortartig sei genannt:

-          Lehrende müssten sich in Bezug auf ihre Lehrleistung ähnlich exponieren, wie dies im wissenschaftlichen Bereich üblich ist.

-          Bildungsinstitutionen müssten – möglichst koordiniert – Mechanismen zur fairen Beurteilung von Lehrleistung schaffen und Lehrenden auch die rechtliche und faktische Chance bieten, ihre Entwicklungen zitierbar vorhaltbar zu machen.

-          Auf überinstitutioneller Ebene ist einerseits ein Abstimmungsprozess bezüglich der Bewertung von eLearning-Aktivitäten einzuleiten. Andererseits treten durch neue Formen mediengestützter Lehre rechtliche Fragestellungen auf, die klärungsbedürftig sind.

Gefördert vom österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur

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