Kommende Schwerpunktthemen
Die nächsten Nummern sind folgenden Schwerpunktthemen gewidmet:
Bereits in Produktion:
Hochschulkooperationen für Studium und Lehre
Herausgeber: Michael KERRES & Jörg STRATMANN (Duisburg)
Jg.5/Nr.1
In Vorbereitung:
Fachbezogene und fachübergreifende Hochschuldidaktik
Herausgeber: Johannes WILDT (Dortmund)
Jg.5/Nr.2
In Planung:
Die Medien der Proteste (Arbeitstitel)
HerausgeberInnen: Doris CARSTENSEN, Bettina HENKEL & Jakob KRAMERITSCH (Wien)
Jg.5/Nr.3
--> --> --> Call folgt in Kürze
Organisation und Rolle der Hochschulentwicklung
Herausgeberinnen: Gudrun BACHMANN & Franziska ZELLWEGER (Basel)
Jg.5/Nr.4
Hochschulkooperationen für Studium und Lehre - Call for Papers für Nr. 5/1
Hrsg.: Michael Kerres & Jörg Stratmann (Universität Duisburg-Essen)
Im Bereich „Studium und Lehre“ existieren historisch unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit von Hochschulen. In den letzten Jahren werden zunehmend organisational abgesicherte Formen der Zusammenarbeit diskutiert, bei denen Hochschulen in der Lehre auf institutioneller Ebene zusammenwirken. Sei es, um
- in strategischen Allianzen zusammenzuarbeiten,
- das eigene Angebot durch zusätzliche Inhalte zu bereichern
- bestimmte Lehr- oder Supportangebote effizient zu betreiben.
Kooperationen von Hochschulen können sich infolge dessen beziehen auf
- die gemeinsame Durchführung von Studiengängen (i.S. joint degree),
- den Import oder Austausch von Lehrleistungen,
- die institutionelle Absicherung der Anerkennung von Studienmodulen und ‑leistungen,
- die gemeinsame Entwicklung von Lernmaterialien / E-Learning Contents
- oder den Einkauf bzw. gemeinsamen Betrieb von Services für Studierende und Lehrende (z.B.
- Online-Services für Studieneingangsberatung,
- Einstufungstests,
- gemeinsame Angebote zur Entwicklung von Lehrkompetenz, zum Betrieb von E‑Learning Plattformen oder anderer digitaler Werkzeuge und
- Plattformen zur Unterstützung von Lehrenden und Studierenden).
Das Themenheft stellt aktuelle Entwicklungen und Projekte institutioneller Formen hochschulübergreifender Zusammenarbeit für Studium und Lehre vor und diskutiert folgende Fragen:
- Welche interessanten Strategien und Projekte liegen vor?
- In welchen Bereichen erscheinen diese Kooperationen besonders interessant?
- Wie sehen tragfähige Modelle der Kooperation aus?
- Welche Rolle spielen regionale oder internationale Kooperationen?
- Wie sehen Kooperationen im Bereich von E-Services für Studierende / E‑Learning oder anderer Dienstleistungen rund um Studium und Lehre aus?
Erwünscht sind Einreichungen, in denen Erfahrungen mit hochschulübergreifenden Kooperationsvorhaben berichtet und reflektiert werden.
Ihre Einreichung kann in zwei Kategorien erfolgen:
a) Full Paper (ca. 10-15 Seiten)
Erwartet werden
· eine fundierte Darstellung des Stands der Forschung und Entwicklung im jeweiligen Bereich,
· eine Darstellung Ihres Projektes / Modells / Vorgehens anhand der Punkte:
o Hintergrund, Rahmenbedingungen
o Beschreibung, einschl. Zeit / Kosten/Finanzierung / Beteiligte
o Erfahrungen, möglichst basierend auf empirischen Erhebungen
o Reflexion: Welche Konsequenzen ergeben sich in theoretischer wie praktischer Sicht? Welcher weitere Forschungsbedarf ergibt sich?
b) Werkstattbericht (ca. 5 Seiten):
Erwartet werden
· eine möglichst knappe Darstellung Ihres Projektes / Modells / Vorgehens anhand der Punkte:
o Hintergrund, Rahmenbedingungen
o Beschreibung, einschl. Zeit / Kosten/Finanzierung / Beteiligte
o Erfahrungen, Konsequenzen, weitere Perspektiven (lessons learned)
Ihren fertigen Beitrag reichen Sie bitte in einem bearbeitbaren Datei-Format (bevorzugt Word, aber auch txt oder rtf; bitte kein PDF!) auf der ZFHE-Website im Upload-Bereich für AutorInnen ein. (Details werden noch rechtzeitig bekanntgegeben.)
Erforderlich sind zwei Fassungen:
- die Originalfassung mit allen Informationen über den/die AutorInnen,
- sowie eine anonymisierte Fassung, aus der alles entfernt wurde, was auf den/die AutorInnen schließen lässt.
Dateinamen-Konvention:
- Personalisierte Fassung: ZFHE_5.1_(HAUPT)AUTOR_Titel-Essenz
Beispiel: ZFHE_5.1_KERRES_Kooperation-Hochschulen
- Anonymisierte Fassung: ZFHE_5.1_Titel-Essenz
Beispiel: ZFHE_5.1_Kooperation-Hochschulen
Zeitplan
Beiträge sind einzureichen bis zum 22. 12. 2009. Ihr Dokument wird umgehend als anonymisiertes PDF an je zwei Gutachter/innen verschickt (Double-Blind-Verfahren).
Die Reviews kommen bis spätestens 5. 02.2010 zurück an die Redaktionsleitung und werden von dieser sofort synchron an die Autor/innen und die Herausgeber weitergeleitet.
Sollten von den Reviewern Überarbeitungen empfohlen werden, ersuchen wir, Ihren überarbeiteten Beitrag bis 22.02.2010 zu retournieren.
Die komplette Nummer 5/1 der ZFHE wird am 15.03.2010 online unter www.zfhe.at publiziert.
Review-Prozess
Jeder Beitrag, der in der ZFHD veröffentlich werden soll (angefragt oder eingereicht) wird von zwei thematisch kompetenten ReviewerInnen – im double blind Verfahren – begutachtet. Bei übereinstimmenden Rückmeldungen der ReviewerInnen werden sie direkt umgesetzt (d.h. der Beitrag wird entweder angenommen oder nicht angenommen.)
Wenn die zwei Reviews zu unterschiedlichen Bewertungen führen, entscheiden die HerausgeberInnen der aktuellen Nummer (bei Bedarf mit Unterstützung der Redaktion) über die weitere Vorgangsweise – mit folgenden Optionen:
• Publikation (aus jeweils speziellen Gründen)
• Aufforderung zur Überarbeitung
• Einholung eines dritten Gutachtens
• Delegation der Entscheidung an das Editorial Board
• definitive Ablehnung.
Offene Fragen?
Bei allen Unklarheiten (inhaltlich, organisatorisch, technisch) wenden Sie sich bitte
Zu inhaltlichen Fragen an Michael Kerres
michael.kerres@uni-duisburg-essen.de
Zu technischen und organisatorischen Fragen an Gottfried S. Csanyi
g.csanyi@zfhe.at
Stichwort Assessment
Im Zuge von Bologna hat man sich - zumindest auf dem Papier - darauf geeinigt, Kompetenzen zu fördern. Will man auf dieser Basis vernünftig Modulhandbücher formulieren sowie Lehr-Lernszenarien gestalten, muss man darüber nachdenken und festlegen, wie diese Kompetenzen inhaltlich beschaffen sind, welches Niveau am Ende einer Veranstaltung, eines Moduls oder eines Studiums erreicht sein soll, welche Standards also gesetzt werden und wie man das Erreichen dieser Ziele letztlich feststellen bzw. überprüfen will.
Studierende richten ihr Studierverhalten zum Erreichen dieser Ziele weniger danach aus, was ihnen an Lehr-Lern-Szenarien angeboten wird, sondern sie fragen nach den Anforderungen und Modi des Prüfens. Diese bestimmen in weiten Teilen die Art des Lernens: "If something is not assessed in higher education, then it is not learned" (Reeves, 2006, p.2991). Was nützt eine Verbesserung der Qualität der Hochschullehre (im Sinne einer Qualitätssteigerung beim "Input"), wenn weniger das Lehrangebot an sich als vielmehr die Art des Prüfen (beim Lernen oder im Anschluss an das Lehren) die Qualität der Lernergebnisse bzw. der resultierenden Kompetenzen (im Sinne des "Outputs") beeinflusst? Wie viel Chancen verspielen wir trotz großer Bemühungen in der (Hochschul-)Didaktik, wenn wir beim Assessment auf veraltete oder aber einseitig optimierte Konzepte zurückgreifen, die der Komplexität in der Kompetenzdiskussion nicht gerecht werden kann? Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, welche Visionen, Konzepte, Methoden und (digitale) Instrumente wir an den Hochschulen haben, um diesem Umstand zu begegnen.
Eine eindeutige deutsche Übersetzung von "Assessment" gibt es leider nicht: Der Begriff bezeichnet ein ganzes Bündel von Aktivitäten wie Erfassen, Sammeln, Beschreiben, Aufnehmen, Einschätzen, Bewerten und Interpretieren von Leistungen und anderen personalen Merkmalen. In der Hochschule ist Assessment dem deutschen Begriff des Prüfens ähnlich, aber eben nur ähnlich, denn Prüfen assoziieren wir in aller Regel einseitig mit Tests, mit einer Art Messung und abschließender Beurteilung, was nur eine Facette des Assessments im Hochschulunterricht sein kann.
Die aktuelle Nummer beschäftigt sich mit dieser und anderen Facetten dieses immer zentraler werdenden Begriffs in der gegenwärtigen Bildungsdiskussion.
Aktuelles Schwerpunktthema: Berufsbegleitende Studiengänge
Die Bedeutung berufsbegleitender Studiengänge in der akademischen Ausbildung ist im Steigen.
Berufsbegleitende Studiengänge sind ein Phänomen, das in Österreich vor allem an Fachhochschulen anzutreffen ist. Die ersten berufsbegleitenden Studiengänge wurden 1996 eröffnet. In Summe wurden damit acht Studiengänge berufsbegleitend angeboten. Mit dem Studienjahr 2008/2009 sind es bereits 100, davon 49 sowohl Vollzeit als auch berufsbegleitend und 51 nur berufsbegleitend. Insbesondere bei den rein berufsbegleitend geführten Studiengängen gab es zwischen dem Studienjahr 03/04 und 07/08 mehr als eine Verdopplung.
Damit einhergehend ist die Anzahl der Studierenden in berufsbegleitenden Studiengängen laufend gestiegen. Mit dem Studienjahr 2007/08 studieren 9.807 Personen berufsbegleitend und stellen damit rund ein Drittel der 31.064 Studierenden an österreichischen Fachhochschulen. Die Anzahl der berufsbegleitend Studierenden steigt im Vergleich zu den Vollzeit-Studierenden jedes Jahr überproportional.
Auch an Universitäten gibt es Überlegungen und Aktivitäten ein Studium für Berufstätige möglich zu machen.
Die Beiträge dieser Nummer werden ab Anfang Juni 2009 veröffentlicht werden.
Studiengangentwicklung in hochschuldidaktischer Perspektive
Die dghd-Jahrestagung findet 2009 erstmalig an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg statt. Sie richtet sich an Hochschuldidaktikerinnen und Hochschuldidaktiker, Hochschullehrende, insbesondere auch Studiendekaninnen und Studiendekane, und an alle, die professionell mit der Studiengangsentwicklung befasst sind.
Die Entwicklung gestufter Studiengänge wirft viele Fragen auf, die immer neu beantwortet werden müssen: von den zu erwerbenden Kompetenzen bis zu adäquaten Prüfungsformen, von der Reihung der Module bis zum notwendigen Informationsangebot für Studierende usw. usf. Im Laufe der Umsetzung des Bologna-Prozesses an den Hochschulen haben sich auch spezifische Herausforderungen immer deutlicher herauskristallisiert.
Aus unserer Sicht handelt es sich bei der Studiengangentwicklung um eine im Kern hochschuldidaktische Aufgabe, die jedoch noch nicht in ausreichendem Maße als solche gesehen und betrieben wird. Die Jahrestagung 2009 der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) steht deshalb unter dem Motto: "Studiengangsentwicklung in hochschuldidaktischer Perspektive". Sie greift die wesentlichen mit der Studiengangentwicklung verbundenen Themen auf und fragt nach gelungenen Konzepten und Entwicklungen.
Curriculumentwicklung und -reform
scheint ein weithin sehr interessantes Thema zu sein. Der Call for Papers, der aus organisatorischen Gründen sehr kurzfristig hinausgegangen war, hat so viele Beiträge eingebracht, dass die Publikation sinnvollerweise in zwei Teile gruppiert werden kann. Der erste Teil widmet sich den Medizinischen Curricula, die - zumindest in Österreich, aber nicht nur hier - in den vergangenen 10 Jahren zum Teil massiven Reformen unterzogen worden sind oder sogar völlig neu entwickelt wurden. Die beiden ersten Beiträge sind seit kurzem online. Weitere werden in Kürze folgen.
Gendergerechte Lernangebote an Universitäten
und Hochschulen zu fördern, ist das Anliegen der Nummer 3/2 der ZFHE. Sie wird in Kürze komplett sein.
Aktueller Themenschwerpunkt eröffnet: Leistungsbezogene Mittelvergabe ...
... als Element des Hochschulmanagements - Effekte und Perspektiven.
Der erste Beitrag zu diesem heiklen Thema der Hochschulpolitik ist online: In einigen Ländern bereits flächendeckend Realität wird im deutschsprachigen Raum eher erst experimentiert und in Österreich an manchen Universitäten darüber nachgedacht, ob Experimente begonnen werden sollten.
Einen Überblick über die Entwicklung in elf europäischen Ländern gibt der erste Beitrag - von Ben Jongbloed.
Best-Practice Beispiele und Evaluierungsergebnisse
Beginnend mit Jg.2/Nr.4 (Dezember 2007) plant die ZFHE eine Reihe von Schwerpunktnummern mit Best-Practice Beispielen und Evaluierungsergebnissen aus dem akademischen Studienangebot (von Universitäten und Fachhochschulen) herauszugeben.
Für den Band 1 ist der Redaktionsschluss bereits überschritten, interessierte AutorInnen können aber jederzeit Beiträge zu diesem Themenschwerpunkt einreichen, die gesammelt in weiteren Bänden veröffentlicht werden.
Leistungsbezogene Mittelvergabe - Call for Papers
HerausgeberInnen: Sigrun Nickel und Frank Ziegele (Gütersloh)
In den letzten 10 Jahren hat sich die Finanzierung von Hochschulen drastisch verändert. Die Vergabe von Geldern richtet sich an Leistungen aus; hohe Absolventenzahlen oder Drittmittelvolumina werden belohnt, geringe Leistungen sanktioniert. Die Finanzierung beruht auf neuen Instrumentarien wie Finanzierungsformeln und Zielvereinbarungen. Neue Systeme werden auf allen Ebenen eingesetzt, sowohl zwischen Staat und Hochschule als auch innerhalb der Hochschulen.
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